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Schmetterlinge

Gegliedert in Serien

Gedanken zur Schmetterlingsfotografie

Schmetterlinge begleiten meine Fotografie schon länger, zunächst eher beiläufig und aus der Distanz. Erst in den letzten Jahren bin ich ihnen näher gekommen – im wörtlichen Sinn. Auf Augenhöhe mit ihnen verändert sich der Blick: Man begegnet einer flüchtigen, stillen Welt, die Geduld und Ausdauver verlangt. Oft ist es Glück, manchmal nur ein einziger richtiger Moment des Abdrückens - und gerade darin liegt der Reiz, der mich immer wieder losziehen lässt.

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Schmetterlinge lassen sich nicht festhalten. Entweder man folgt ihnen, bis sie zur Ruhe kommen, oder man begegnet ihnen am frühen Morgen, wenn sie noch in der nächtlichen Starre verharren und das erste Licht sie ganz langsam wieder in Bewegung bringt. Diese Momente interessieren mich besonders. In der Ruhe zeigen sich Strukturen: die feinen Schuppen, ihre Farbigkeit, die oft unterschiedliche Zeichnung von Ober- und Unterseite – eine Präzision, wie sie nur die Natur hervorbringt. Manchmal genügt der Anblick einer einzigen Flügelschuppe, um für einen ganzen Tag erfüllt zu sein.

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Mich fasziniert die Fragilität der Schmetterlinge ebenso wie die Selbstverständlichkeit, mit der sie in ihrer Umgebung bestehen. Ihre Verwandlungen, ihr Verschwinden und Wiederkehren, ihre kurzen Begegnungen. Vieles davon ist leise, zeitlich begrenzt und leicht zu übersehen. Gerade in diesen stillen, unscheinbaren Momenten liegt für mich ihre besondere Präsenz.

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